Presseberichte aus der Rheinpfalz

von Sandra Litzenberger

Schaumparty 2004

Bericht vom 30.08.2004

Die Schaumkrone  auf dem närrischen  Jubilum

Wenn in Waldsee gefeiert wird, dann richtig. Und wenn der  Anlass für eine “gigantische Party", wie sie am Wochenende in der Sommerfesthalle unter der Schirmherrschaft von Bügermeister Otto Reiland stattfand, ein Vereinsjubiläum  ist, dann wird umso intensiver gefeiert. Wenn aber das Jubiläum sogar ein karnevalistisches ist und “elf mal elf Jahre Uno"  lautet, dann entsteht, wie in Waldsee zu beobachten war, eine Angelegenheit mit “besonderen  Ausmaßen".

So hatten die Verantwortlichen keine Kosten und  Mühen gescheut, die Sommerfesthalle für den Freitagabend in einen echten  “Party-Tempel" zu verwandeln. Mit viel Farbe, Luftballons und einigen Raritäten  aus dem riesigen Uno-Dekorationslager  hatten die fleißigen Helferinnen und  Helfer Cocktailbar, Bierstand und die lange  Theke in der Halle pünktlich zur Party so pfiffig dekoriert, dass sie fast nicht wiederzuerkennen waren.

Den Bühnenhintergrund zierte indes ein überdimensionaler Clown, der mit  großen Augen  auf die Tanzfläche blickte, die am Freitag Ort einer ganz speziellen Premiere  war: Die erste Waldseer Schaumparty startete pünktlich um halb zehn mit Unmengen  weißer Schaummasse, die sich aus einer Schaumkanone  unter der Hallendecke auf die Tänzerinnen und Tänzer ergoss. Zuerst knietief, dann haushoch und schließlich bis zur viel zitierten “Oberkante Unterkiefer" versanken die Fans in den weichen Massen. Und nicht wenige genossen  anschließend das Voll-Schaumbad und tauchten nach kurzer Zeit ganz und gar  übersät mit Schaumflocken aus den riesigen weißen Bergen auf. Für die richtige  musikalische Untermalung des Vergnügens sorgten zunächst die beiden Lokalmatadoren am DJ-Pult, Volker Knörr  und Peter Rennholz, danach die Profis vom Team “DJ Paralectrics" aus einer Mannheimer Disco.

Man munkelt, die letzten Schaummassen erlebten zusammen mit den Partygästen noch die  Morgendämmerung, was das Uno-Team aber nicht davon abhielt, sozusagen “über   Nacht" aus dem Party-Tempel eine Volksfest-Location zu zaubern, in der am Samstag ab 16 Uhr die Gäte mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden.

Und weil die UNO letztlich ja nicht nur für gute “Verpflegung", sondern für gutes “Programm" bekannt ist, übernahmen am späteren Nachmittag die weit über Waldsees Grenzen hinaus bekannten “Häffelgucker" das Regiment auf der Bühne. Mit einem  knapp zweistündigen Programm brachten die Vollblutfasnachter ihr “Häffel" in der  fast schon überfüllten Halle bereits nach kürzester Zeit zum  Kochen. Kein  Wunder auch, wer lauscht nicht gerne den musikalisch und showtechnisch  perfektionierten Seitenhieben in Richtung “kleiner und kleiner" Politik, Medienwelt oder Sport.

Und auch die Uno-Garde brachte mit ihrem pfiffigen Abba-Medley fastnachtlichen Glanz auf die Hallen-Bühne. “Tänzerische Unterstützung" brachte hingegen zu später Stunde die Formation “Vision Brasil",  die mit rassigen Rhythmen, knappen  Kostümen und tollen Tänzen das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. Musikalisch umrahmt wurden die Darbietungen von der Formation “Mike und Söhne", die mit  einer Mischung alter und neuer Hits das Publikum begeisterte und sogar den einen oder anderen auf die Tanzfläche lockte. (afs)

Schaumparty 2005

Bericht vom 11.07.2005

Schaum ohne Schlägerei

"Party total" hieß es am Samstagabend in der Waldseer Sommerfesthalle bei der zweiten Schaumparty des Karnevalverein Uno.  Was letztes Jahr noch als Besonderheit innerhalb des Jubiläumsprogramms stattfand, scheint sich zu einer überaus  erfolgreichen Angelegenheit zu entwickeln.
Bereits gegen 23 Uhr konnte das Organisationsteam, bei dem auch Vorsitzender Bernhard Knittel tatkräftig mitwirkte, vermelden, dass die Halle "proppenvoll" war. Besucher jeden Alters bevölkerten dicht gedrängt die Halle, in der bald tropische Temperaturen herrschten.
Dreh- und Angelpunkt in der Sommerfesthalle war  selbstverständlich der "Partytempel", über dessen Zentrum, für alle sichtbar,  die Hauptattraktion des Abends thronte: Die gigantische Schaumkanone, die in  regelmäßigen Abständen eine neue Ladung über die Tanzenden ergoss, sorgte  sozusagen für das "Sahnehäubchen" auf dem Party-Menü.
Das perfekt  eingespielte DJ-Team "Teachers at work" sorgte zusammen mit "DJ Chicken Olli" für passenden Sound, und "fürs Auge" hatte man außerdem noch eine Gogo-Tanzgruppe engagiert. Da sich die Veranstalter außerdem mit strengen Ausweis- und Sicherheitskontrollen um das "sonstige" Wohl ihrer Gäste kümmerte, stand dem Spaß nichts mehr im Wege. Einzig ein paar verlorene Schaumflöckchen  fanden da zu früh den Weg nach draußen, die Gäste blieben bis weit nach Mitternacht.

Schaumparty 2006

Bericht vom 10.07.2006

Tanzwütige vom Schaum kaum gebremst

Samstag Abend, 22 Uhr: In den Strassen rund um die Sommerfesthalle sind schon eine Reihe eingeschäumte Gestalten unterwegs - in offenbar guter Stimmung. Die dritte Schaumparty des Karnevalvereins UNO Waldsee  ist in vollem Gange.

Dass sich einige Jugentliche schon auf den Heimweg machten, ist  auf den Einsatz des Vereins in Sachen Jugendschutz zurückzuführen. Lange  Schlangen haben sich vor der Halle gebildet, aus der laute Musik und immer  wieder die Frage :”Wollt ihr Schaum?” dröhnen. Doch die Sicherheitsleute draußen  und die Vereinsmitglieder drinnen lassen sich nicht aus der Ruhe bringen: Nach  der Rucksackkontrolle folgt die obligatorische Alterskontrolle, die Angehörigen der entsprechenden Altersgruppen werden mit farbigen Plastikbändchen am Handgelenk ausgestattet. Auf einen programmpunkt müssen die Partygäste allerdings verzichten: Den Gogo-Tanzwettbewerb, bei dem der Sieger per Abstimmung ermittelt werden sollte und den die UNO auf den Werbeplakaten  angekündigt hatte, ist unter anderem aus techn. Gründen abgesagt worden. Keine  Katastrophe, meinen viele:”Wir sind gekommen, um uns zu amüsieren, nicht uns anzustrengen”, sagt die an einem der Stehtische versammelte Clique. Einige  wenige hätten vielleicht doch den Schritt aufs Podest gewagt. “Na ja, womöglich hätte ich mit meinen Freundinen vielleicht doch irgendwann den Schritt gemacht.  Aber einfach feiern ist mir dann doch lieber”, sagt die 21-jährige Laura.

Oberhalb der Tanzfläche, an der Schaumkanone, sitzt der  Regisseur des ganzen Spektakels:Rainer Sattel. Angesichts seiner Aktionen werden  die Mitglieder des DJ-Teams “Teachers at Work”  fast zu Randfiguren - zumindest dann, wenn unter zuckendem Stroposkop-Licht die nächste Ladung Schaum auf die Menge herabregnet.

Aufgemischt wird die Menge auch in gut kalkulierten  Zeitabständen durch eigens engagierten Gogotänzern, deren ausgefeilte Choreographie man auf der Leinwand hinter der Bühne verfolgen kann.

Schaumparty 2007

Bericht vom 9.07.2007

Schaumschlägerei für die Kirche

Volles Haus in der Sommerfesthalle: Als “vollen Erfolg" bezeichnete Bernhard Knittel, Präsident des Waldseer KV “Uno", die Schaumparty am vergangenen Freitag. Im vierten Jahr habe sich die Veranstaltung “richtig gut etabliert".  Waren es zu Beginn noch die Jugendlichen ab 14 Jahren, die im Schaum feierten,  wechselte gegen halb elf das Publikum: “Es waren praktisch zwei Veranstaltungen", bemerkte der Vereinsvorsitzende. Erfreut zeigte er sich  darüber, dass somit das gut geplante Sicherheitskonzept aufging. Die Idee, die  Gäste ihrem Alter entsprechend mit farbigen Armbändern zu “kennzeichnen", sorgte  für einen “insgesamt ruhigen Verlauf" der Veranstaltung, bei der “keine  besonderen Vorkommnisse" zu vermelden waren. Lob hatte Knittel auch für die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, denen er eine “gute deeskalierende Wirkung" bescheinigte. Ein Teil der Eintrittsgelder wird in diesem Jahr für die Renovierung der katholischen Pfarrkirche St. Martin gespendet.